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Was kostet eine Immobilie in Deutschland je Quadratmeter?

Stand 13. September 2026780 Wörter5 QuellenRedaktion globalwirtschaft.de
Kurz beantwortet

Eine gebrauchte Eigentumswohnung kostete 2024 im mittleren Preissegment rund 2.300 Euro je Quadratmeter, ein freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus etwa 2.400 Euro, wie die Gutachterausschüsse über das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung ermittelten. Bundesweit zogen die Preise für Wohnimmobilien im Jahresdurchschnitt 2025 um 3,2 Prozent an, der erste Anstieg seit 2022. In Hamburg stiegen die Preise 2026 am stärksten.

Das Wichtigste in Kürze
  • Gebrauchte Eigentumswohnungen kosteten 2024 im mittleren Segment rund 2.300 Euro je Quadratmeter, Häuser etwa 2.400 Euro.
  • Die Preise für Wohnimmobilien stiegen 2025 im Jahresdurchschnitt um 3,2 Prozent, der erste Anstieg seit 2022.
  • Im ersten Quartal 2026 lagen die Preise 1,4 Prozent über dem Vorjahresquartal, nach plus 3,0 Prozent im Schlussquartal 2025.
  • Unter den Top-7-Städten legte Hamburg von April bis Juni 2026 mit plus 3,8 Prozent am stärksten zu.
  • Bundesweit sackten die Preise 2023 im Jahresdurchschnitt um 8,4 Prozent ab, der stärkste Rückgang seit dem Jahr 2000.
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So haben sich die Immobilien­preise seit 2022 entwickelt

Der Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamts zeigt seit 2022 eine deutliche Kurve. Im Jahresdurchschnitt 2023 sanken die Preise für Wohnimmobilien um 8,4 Prozent gegenüber 2022, der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000 und der erste Rückgang seit 2007. Grund waren vor allem die gestiegenen Bauzinsen, die viele Käufer aus dem Markt drängten. Im vierten Quartal 2023 lagen die Preise noch 7,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Wende kam im Jahresverlauf 2024: Im vierten Quartal 2024 stiegen die Preise wieder um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Im ersten Quartal 2025 betrug das Plus bereits 3,8 Prozent, im vierten Quartal 2025 dann 3,0 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2025 ergab sich damit ein Anstieg von 3,2 Prozent, der erste positive Jahreswert seit 2022. Im ersten Quartal 2026 verlangsamte sich das Wachstum auf 1,4 Prozent zum Vorjahresquartal und 0,3 Prozent zum Vorquartal, im Zuge einer Umbasierung des Index auf das neue Basisjahr 2025.

Diese Preise zahlen Käufer je Quadratmeter

Wie viel ein Quadratmeter tatsächlich kostet, hängt stark vom Segment ab. Nach Auswertung aller notariellen Kaufverträge durch die Gutachterausschüsse, veröffentlicht über das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, kosteten freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser 2024 im mittleren Preissegment rund 2.400 Euro je Quadratmeter, nahezu unverändert zum Vorjahr. Im oberen Segment, dem 95. Perzentil, lag der Preis bei 4.590 Euro, ein Rückgang von 8 Prozent. Am unteren Rand kosteten Häuser im Schnitt 1.200 Euro je Quadratmeter. Die gesamte Spanne reichte von 590 bis 9.500 Euro. Bei gebrauchten Eigentumswohnungen lag das mittlere Preissegment bei 2.300 Euro je Quadratmeter, das obere Segment bei 4.020 Euro und das untere bei 1.000 Euro. Bauland in Großstädten kostete 2024 im Schnitt 930 Euro je Quadratmeter, 9 Prozent mehr als 2023. Die Gutachterausschüsse registrierten 2024 rund 805.000 Kaufverträge, 9 Prozent mehr als im Vorjahr, bei einem Geldumsatz von 247 Milliarden Euro, ein Plus von 15 Prozent.

In diesen Städten ziehen die Preise am stärksten an

Innerhalb der sieben größten deutschen Städte fällt die Preisdynamik 2026 sehr unterschiedlich aus. Nach dem Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken stiegen die Preise für Wohnimmobilien im zweiten Quartal 2026 in Hamburg um 3,8 Prozent zum Vorjahresquartal, der stärkste Anstieg unter den Top-7-Städten. Es folgen Köln mit 2,5 Prozent, Frankfurt am Main und Düsseldorf mit je 2,4 Prozent sowie München mit 2,3 Prozent. Berlin verzeichnete ein Plus von 1,6 Prozent, Stuttgart nur 0,7 Prozent. Über alle sieben Städte zusammen ergab sich ein Anstieg von 2,1 Prozent. Auch die amtliche Statistik zeigt Unterschiede zwischen Metropole und Land. Im vierten Quartal 2025 kosteten Eigentumswohnungen in den Top-7-Metropolen 2,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, in anderen kreisfreien Großstädten dagegen 4,8 Prozent mehr und in dünn besiedelten ländlichen Kreisen sogar 5,4 Prozent mehr. Die Nachholeffekte fallen damit außerhalb der Ballungsräume zurzeit stärker aus als in den Großstädten selbst.

Ein knappes Angebot treibt die Preise zusätzlich

Der Preis je Quadratmeter hängt neben der Lage auch vom Angebot ab, und das Angebot bleibt knapp. 2025 genehmigten die Behörden in Deutschland 238.500 neue Wohnungen, 10,8 Prozent mehr als 2024. Fertiggestellt wurden im selben Jahr jedoch nur 206.600 Wohnungen, 18,0 Prozent weniger als im Vorjahr und so wenige wie zuletzt 2012. Zwischen Genehmigung und Bezug liegen im Schnitt 26 Monate, sechs Monate mehr als noch 2020. Ende 2025 stand ein Bauüberhang von 760.700 genehmigten, aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen zu Buche, davon waren 307.200 bereits im Bau. Je länger Fertigstellungen auf sich warten lassen, desto knapper bleibt das Angebot an fertigen Wohnungen und desto mehr Nachfrage trifft auf den Bestand. Auch das erklärt, warum die Preise trotz gestiegener Bauzinsen seit dem vierten Quartal 2024 wieder anziehen, besonders in Städten mit hohem Zuzug.

Wie weit der Markt von seinem Höchststand entfernt ist

Für Käufer und Verkäufer bedeutet die Entwicklung 2026 vor allem eines: Die Talsohle ist durchschritten, aber von den hohen Preisen des Jahres 2022 ist der Markt noch entfernt. Der amtliche Häuserpreisindex lag im ersten Quartal 2026 bei 100,5 Punkten auf Basis des Jahres 2025, für Neubauten bei 101,9 Punkten und für Bestandsimmobilien bei 100,2 Punkten. Neubauten wurden damit anteilig wieder etwas teurer gehandelt als Bestandsobjekte. Die Wachstumsrate bremste sich im Vergleich der Quartale spürbar ab: von 3,0 Prozent im vierten Quartal 2025 auf 1,4 Prozent im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal, und nur noch 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Der Ausschlag nach oben fällt damit deutlich flacher aus als noch Anfang 2025, als der Vorjahresvergleich bei 3,8 Prozent lag. Wer 2026 kauft, zahlt spürbar mehr als im Tief des Jahres 2023, aber je nach Lage noch immer weniger als beim Höchststand vor der Zinswende 2022.

Preise für Wohnimmobilien in Deutschland, Veränderung zum Vorjahr6 Zeilen
ZeitraumVeränderung zum Vorjahr
Jahresdurchschnitt 2023minus 8,4 %
4. Quartal 2023minus 7,1 %
4. Quartal 2024plus 1,9 %
1. Quartal 2025plus 3,8 %
Jahresdurchschnitt 2025plus 3,2 %
1. Quartal 2026plus 1,4 %
Quelle: Statistisches Bundesamt, Preisindizes für Wohnimmobilien: Indizes und Veränderungsraten

Häufige Fragen

Wie teuer ist eine Eigentumswohnung je Quadratmeter in Deutschland?

Nach Daten der Gutachterausschüsse lag das mittlere Preissegment für gebrauchte Eigentumswohnungen 2024 bei rund 2.300 Euro je Quadratmeter. Am oberen Rand, dem 95. Perzentil, kosteten Wohnungen 4.020 Euro, am unteren Rand rund 1.000 Euro. Neubauwohnungen liegen in der Regel darüber.

Wie haben sich die Immobilienpreise seit 2022 entwickelt?

Nach einem Rekordrückgang von 8,4 Prozent im Jahresdurchschnitt 2023 drehte der Markt Ende 2024. Im vierten Quartal 2024 stiegen die Preise wieder um 1,9 Prozent, im Jahresdurchschnitt 2025 um 3,2 Prozent. Im ersten Quartal 2026 verlangsamte sich das Wachstum auf 1,4 Prozent zum Vorjahresquartal.

In welcher Stadt steigen die Immobilienpreise 2026 am stärksten?

Unter den sieben größten deutschen Städten führte Hamburg im zweiten Quartal 2026 mit einem Plus von 3,8 Prozent zum Vorjahresquartal, vor Köln mit 2,5 Prozent. Stuttgart wuchs mit 0,7 Prozent am langsamsten. Das geht aus dem Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken hervor.

Was kostet Bauland in deutschen Großstädten?

Bodenrichtwerte für Bauland in Großstädten lagen 2024 im Schnitt bei 930 Euro je Quadratmeter, 9 Prozent mehr als 2023. Die Gutachterausschüsse zählten dafür 46.200 Bauplatz-Transaktionen für Eigenheime und weitere 2.600 Transaktionen für Grundstücke von Mehrfamilienhäusern.

Warum sind die Immobilienpreise 2023 eingebrochen?

Das Statistische Bundesamt verzeichnete 2023 den stärksten Rückgang der Wohnimmobilienpreise seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000, minus 8,4 Prozent im Jahresdurchschnitt. Als Hauptgrund gelten die stark gestiegenen Bauzinsen, die Finanzierungen verteuerten und die Nachfrage nach Wohneigentum bundesweit dämpften.

Wie groß ist der Bauüberhang bei Wohnungen in Deutschland?

Ende 2025 zählte das Statistische Bundesamt 760.700 genehmigte, aber noch nicht fertiggestellte Wohnungen, fast auf dem Niveau des Vorjahres mit 759.700. Davon befanden sich 307.200 Wohnungen bereits im Bau, bei 158.600 war der Rohbau bereits fertig.

Quellen

  1. Statistisches Bundesamt, Preise für Wohnimmobilien im 1. Quartal 2026. destatis.de Abruf 2026-09-13
  2. Statistisches Bundesamt, Preisindizes für Wohnimmobilien: Indizes und Veränderungsraten. destatis.de Abruf 2026-09-13
  3. Verband deutscher Pfandbriefbanken, Uneinheitliche Entwicklung der Immobilienpreise. pfandbrief.de Abruf 2026-09-13
  4. Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Immobilienumsätze 2024 steigen leicht, regionale Unterschiede bleiben groß. bbsr.bund.de Abruf 2026-09-13
  5. Statistisches Bundesamt, Preise für Wohnimmobilien im 4. Quartal 2023. destatis.de Abruf 2026-09-13

Die Angaben sind mit Sorgfalt recherchiert und mit Quelle belegt. Sie ersetzen keine Beratung im Einzelfall.

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