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Wie viele Menschen in Deutschland besitzen Aktien?

Stand 27. Oktober 20261008 Wörter3 QuellenRedaktion globalwirtschaft.de
Kurz beantwortet

2025 besaßen 14,1 Millionen Menschen in Deutschland Aktien, Aktienfonds oder ETFs, meldet das Deutsche Aktieninstitut in seinen Aktionärszahlen. Das sind 2 Millionen mehr als 2024 und ein neuer Höchststand. 19,9 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren waren damit direkt oder indirekt am Aktienmarkt investiert. 12,1 Millionen Menschen hielten Aktienfonds oder ETFs, 4,9 Millionen besaßen Aktien einzelner Unternehmen, viele auch beides. 5,3 Millionen Menschen sparten regelmäßig über einen Sparplan.

Das Wichtigste in Kürze
  • Die Zahl der Menschen mit Aktien, Aktienfonds oder ETFs stieg 2025 um 2 Millionen auf 14,1 Millionen, ein neuer Höchststand.
  • 9,2 Millionen Menschen setzten 2025 ausschließlich auf Aktienfonds oder ETFs, 2 Millionen nur auf Einzelaktien und 2,9 Millionen kombinierten beides.
  • Mit 4,9 Millionen Anlegerinnen und Anlegern stellten die 14- bis 39-Jährigen 2025 die größte Altersgruppe, 1,2 Millionen mehr als im Vorjahr.
  • 5,3 Millionen Menschen nutzten 2025 einen Sparplan, das sind 37 Prozent aller Anlegerinnen und Anleger am Aktienmarkt.
  • Die Zahl der Frauen mit Aktienanlage wuchs 2025 um 24 Prozent auf 5,4 Millionen, bei den Männern um 12 Prozent auf 8,7 Millionen.
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Die Aktienanlage erreicht 2025 einen neuen Höchststand

Das Deutsche Aktieninstitut zählte für 2025 insgesamt 14,1 Millionen Menschen in Deutschland, die Aktien, Aktienfonds oder ETFs besaßen. Gegenüber 2024 mit 12,1 Millionen ist das ein Zuwachs um 2 Millionen und ein neuer Höchststand. 2022 hatte die Zahl bei 12,9 Millionen gelegen. Gemessen an der Bevölkerung ab 14 Jahren stieg der Anteil von 17,2 Prozent im Jahr 2024 auf 19,9 Prozent, damit war rund jede fünfte Person direkt oder indirekt am Aktienmarkt beteiligt. Seit 2016 hat sich die Zahl der Anlegerinnen und Anleger laut DAI um mehr als 5 Millionen erhöht. Ein Teil des Anstiegs 2025 ist methodisch bedingt, denn seit dieser Ausgabe zählt das Institut auch Fondssparpläne im Rahmen vermögenswirksamer Leistungen mit. Ohne diese Ergänzung läge die Zahl bei 13,7 Millionen und wäre trotzdem ein Rekordwert. Grundlage der Statistik ist eine repräsentative Umfrage von Kantar, für die jährlich rund 28.000 Personen ab 14 Jahren zu ihrem Anlageverhalten befragt werden, 2025 in zehn Wellen persönlich und online.

Fonds und ETFs bleiben die beliebteste Form der Aktienanlage

Den größten Teil der Anlegerinnen und Anleger stellen Menschen, die ausschließlich über Fonds investieren. 2025 entschieden sich 9,2 Millionen nur für Aktienfonds oder ETFs, 2 Millionen hielten ausschließlich Aktien einzelner Unternehmen und weitere 2,9 Millionen kombinierten beide Formen. Insgesamt besaßen damit 12,1 Millionen Menschen ein Fonds- oder ETF-Investment und 4,9 Millionen eine Anlage in Einzelaktien. Das entspricht 17,1 Prozent und 6,9 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren. Besonders dynamisch entwickelten sich börsengehandelte Indexfonds: Die Zahl der Menschen mit ETFs wuchs nach den Datentabellen des DAI, ohne vermögenswirksame Leistungen gerechnet, um 1,2 Millionen auf 4,7 Millionen. Die Zahl der Besitzer klassischer Aktienfonds stieg um 520.000. Bei Einzelaktien gab es nach zwei Jahren mit rückläufiger Entwicklung wieder ein Plus von 740.000. Fonds und ETFs haben nach Einschätzung des Instituts den Vorteil einer eingebauten Risikostreuung, weil das Geld auf viele Unternehmen verteilt wird. Eine breite Streuung allein mit Einzelaktien ist dagegen deutlich aufwendiger und verlangt mehr eigenen Einsatz.

Jüngere Anlegerinnen und Anleger tragen das Wachstum

Die Altersgruppe unter 40 Jahren war 2025 der wichtigste Wachstumstreiber. 4,9 Millionen Menschen zwischen 14 und 39 Jahren besaßen Aktien, Fonds oder ETFs, 1,2 Millionen mehr als im Vorjahr. Das sind über 60 Prozent des gesamten Anstiegs, seit 2024 stellen die Jüngeren die größte Anlegergruppe. Anteilig am stärksten investiert waren die 30- bis 39-Jährigen mit 25,0 Prozent ihrer Altersgruppe, gefolgt von den 40- bis 49-Jährigen mit 23,1 Prozent und den 50- bis 59-Jährigen mit 22,6 Prozent. Bei den 20- bis 29-Jährigen stieg der Anteil von 14,9 auf 18,8 Prozent, bei den 14- bis 19-Jährigen von 7,8 auf 10,6 Prozent. Die Gruppe ab 60 Jahren kam auf 4,0 Millionen Anlegerinnen und Anleger und einen Anteil von 17,0 Prozent. Jüngere legen zudem anders an: 49 Prozent der Unter-40-Jährigen mit Aktienanlage haben einen ETF im Depot, 51 Prozent nutzen einen Sparplan. Bei Menschen ab 40 liegen diese Werte bei 25 und 30 Prozent, sie investieren dafür häufiger in gemanagte Aktienfonds.

Sparpläne, Frauen und der Osten holen auf

Sparpläne sind für viele Menschen der Einstieg in die Aktienanlage. 5,3 Millionen nutzten 2025 einen Sparplan, das sind 37 Prozent aller Anlegerinnen und Anleger und fast 1,7 Millionen mehr als im Vorjahr. 700.000 dieses Zuwachses gehen auf die erstmalige Erfassung von VL-Sparplänen zurück. Unter ETF-Besitzern sparen 52 Prozent per Sparplan, bei gemanagten Aktienfonds knapp 26 Prozent und bei Einzelaktien 15 Prozent. Auch Frauen holten 2025 deutlich auf: Ihre Zahl stieg um 1 Million oder 24 Prozent auf 5,4 Millionen, bei den Männern um 940.000 oder 12 Prozent auf 8,7 Millionen. Das entspricht 15,1 Prozent aller Frauen und 24,8 Prozent aller Männer ab 14 Jahren. Regional liegen Bayern mit 25,5 Prozent, Hessen mit 24,7 Prozent und Baden-Württemberg mit 24,3 Prozent der Bevölkerung vorn. Ostdeutschland einschließlich Berlin legte mit einem Anstieg von über 30 Prozent stärker zu als der Westen und erreichte einen Anteil von 15,3 Prozent. In Westdeutschland lag der Anteil bei 21,0 Prozent.

Menschen mit Aktien, Aktienfonds oder ETFs nach Altersgruppe 20257 Zeilen
AltersgruppeAnlegerinnen und Anleger 2025Anteil an der Altersgruppe 2025Anteil 2024
14 bis 19 Jahre495.00010,6 %7,8 %
20 bis 29 Jahre1.741.00018,8 %14,9 %
30 bis 39 Jahre2.702.00025,0 %18,6 %
40 bis 49 Jahre2.287.00023,1 %20,0 %
50 bis 59 Jahre2.839.00022,6 %22,8 %
ab 60 Jahre4.046.00017,0 %15,1 %
Insgesamt ab 14 Jahre14.110.00019,9 %17,2 %
Quelle: Deutsches Aktieninstitut, Aktionärszahlen 2025: Aktienanlage im Aufwind, Datentabellen

Häufige Fragen

Wie viele Aktionäre gibt es in Deutschland?

2025 besaßen 14,1 Millionen Menschen in Deutschland Aktien, Aktienfonds oder ETFs, meldet das Deutsche Aktieninstitut. Einzelaktien hielten 4,9 Millionen Menschen, Fonds oder ETFs 12,1 Millionen.

Wie hoch ist der Anteil der Aktienbesitzer an der Bevölkerung?

19,9 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren waren 2025 direkt oder indirekt am Aktienmarkt investiert, nach 17,2 Prozent im Jahr 2024. Das entspricht laut DAI etwa jeder fünften Person.

Welche Altersgruppe besitzt am häufigsten Aktien?

Anteilig waren 2025 die 30- bis 39-Jährigen mit 25,0 Prozent am stärksten investiert, zeigen die Datentabellen des DAI. In absoluten Zahlen stellten die 14- bis 39-Jährigen mit 4,9 Millionen die größte Gruppe.

Wie viele Menschen nutzen einen Aktien- oder ETF-Sparplan?

5,3 Millionen Menschen nutzten 2025 einen Sparplan, das sind 37 Prozent aller Anlegerinnen und Anleger am Aktienmarkt. Unter ETF-Besitzern lag der Anteil laut DAI bei 52 Prozent.

Wie ermittelt das Deutsche Aktieninstitut die Aktionärszahlen?

Grundlage ist eine repräsentative Umfrage von Kantar mit jährlich rund 28.000 Befragten ab 14 Jahren. Seit der Ausgabe 2025 zählen auch Fondssparpläne aus vermögenswirksamen Leistungen mit, ohne sie läge die Zahl bei 13,7 Millionen.

Quellen

  1. Deutsches Aktieninstitut, Aktionärszahlen 2025: Aktienanlage im Aufwind. dai.de Abruf 2026-10-27
  2. Deutsches Aktieninstitut, Aktienanlage im Aufwind: Rückenwind für mutige Reformen. Aktionärszahlen des Deutschen Aktieninstituts 2025 (PDF). dai.de Abruf 2026-10-27
  3. Deutsches Aktieninstitut, Pressemitteilung: Aktionärszahlen 2025: Aktienanlage weiter im Aufwind (PDF). dai.de Abruf 2026-10-27

Die Angaben sind mit Sorgfalt recherchiert und mit Quelle belegt. Sie ersetzen keine Beratung im Einzelfall.

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