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Wie groß ist der Maschinenbau in Deutschland?

Stand 27. Oktober 20261016 Wörter5 QuellenRedaktion globalwirtschaft.de
Kurz beantwortet

Der Maschinenbau erzielte 2025 in Deutschland einen Umsatz von rund 264 Milliarden Euro, etwa zwei Drittel davon mit Exporten, berichtet die Bundesagentur für Arbeit auf Basis amtlicher Daten. Mit knapp 1,03 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist er die beschäftigungsstärkste Branche des Verarbeitenden Gewerbes. Nach Angaben des VDMA exportierte Deutschland 2025 Maschinen im Wert von 198,5 Milliarden Euro. Beim weltweiten Maschinenumsatz liegt Deutschland hinter China und den USA auf Platz drei.

Das Wichtigste in Kürze
  • Die Unternehmen des Maschinenbaus erzielten 2025 einen Umsatz von rund 264 Milliarden Euro, etwa zwei Drittel davon mit Exporten.
  • Im Juni 2025 arbeiteten knapp 1,03 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Maschinenbau, das waren knapp 16 Prozent des Verarbeitenden Gewerbes.
  • Die deutschen Maschinenexporte erreichten 2025 laut VDMA 198,5 Milliarden Euro, die Importe 92,3 Milliarden Euro.
  • Antriebstechnik war 2025 mit Ausfuhren von 16.956,5 Millionen Euro der exportstärkste Fachzweig, vor der Fördertechnik mit 15.569,6 Millionen Euro.
  • Im ersten Halbjahr 2026 lag der Auftragseingang im Maschinenbau laut VDMA um 5 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.
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Der Maschinenbau ist die beschäftigungs­stärkste Industrie­branche

Nach dem Bericht der Bundesagentur für Arbeit arbeiteten im Juni 2025 knapp 1,03 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig im Maschinenbau. Damit ist die Branche die beschäftigungsstärkste Wirtschaftsabteilung des Verarbeitenden Gewerbes, das zum selben Zeitpunkt 6,6 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zählte. Der Anteil des Maschinenbaus daran lag in den vergangenen Jahren nahezu konstant bei knapp 16 Prozent, an der gesamten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung bei etwa 3 Prozent. Insgesamt gab es gut 14.000 Betriebe mit wirtschaftlichem Schwerpunkt im Maschinenbau. Mehr als neun von zehn davon zählen zu den kleinen und mittleren Unternehmen, sie beschäftigen 42 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche. Zwei Fünftel arbeiten dagegen in Betrieben mit mehr als 500 Beschäftigten. Regional ist die Branche besonders in Süddeutschland verankert: In vielen Kreisen Baden-Württembergs und im nördlichen Bayern ist teilweise ein Fünftel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Maschinenbau tätig. Der VDMA kommt in seiner europäischen Übersicht für 2024 auf knapp 1,3 Millionen Beschäftigte in Deutschland und rund 3,1 Millionen in der EU-27. Die Werte beruhen auf unterschiedlichen Abgrenzungen und lassen sich nicht direkt miteinander vergleichen.

Zwei Drittel des Umsatzes stammen aus dem Ausland

Im Jahr 2025 erzielten die Unternehmen des Maschinenbaus wieder einen etwas höheren Umsatz von rund 264 Milliarden Euro, berichtet die Bundesagentur für Arbeit mit Verweis auf das Statistische Bundesamt. Etwa zwei Drittel davon entfielen auf Exporte, überwiegend in Länder außerhalb der Eurozone. Der VDMA beziffert die deutschen Maschinenausfuhren 2025 auf 198,5 Milliarden Euro nach 202,2 Milliarden Euro im Vorjahr, die Einfuhren stiegen um 5,7 Prozent auf 92,3 Milliarden Euro. Wichtigster Absatzraum blieb die EU-27 mit 44,7 Prozent der Ausfuhr, gefolgt von Nordamerika mit 13,9 Prozent und Ostasien mit 12,0 Prozent. Unter den Einzelmärkten lagen die USA mit 25.172,1 Millionen Euro vorn, vor China mit 16.255,5 Millionen Euro und Frankreich mit 13.117,8 Millionen Euro. Kräftig zulegen konnten die Ausfuhren nach Italien mit plus 9,5 Prozent und nach Spanien mit plus 8,4 Prozent. Auch in mehreren kleineren Absatzregionen wuchs das Geschäft: Die Exporte in die MERCOSUR-Staaten stiegen um 5,3 Prozent, in den Nahen und Mittleren Osten um 7,1 Prozent und nach Afrika um 9,2 Prozent.

Antriebstechnik und Fördertechnik führen die Exportliste an

Der Maschinenbau besteht aus zahlreichen Fachzweigen, die sich in Größe und Entwicklung deutlich unterscheiden. Exportstärkster Fachzweig war 2025 die Antriebstechnik mit Ausfuhren von 16.956,5 Millionen Euro und einem Anteil von 8,5 Prozent an der gesamten Maschinenausfuhr. Es folgten die Fördertechnik mit 15.569,6 Millionen Euro und die Allgemeine Lufttechnik mit 14.512,5 Millionen Euro, die um 0,6 Prozent zulegte. Die Landtechnik steigerte ihre Exporte um 2,8 Prozent auf 13.789,1 Millionen Euro, die Armaturen um 5,0 Prozent auf 11.426,7 Millionen Euro. Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen kamen auf 10.981,1 Millionen Euro und ein Plus von 2,0 Prozent. In diesem Segment ist Europa besonders stark: Hersteller aus der EU-27 hielten 2024 nach VDMA-Angaben einen Anteil von 63,1 Prozent am Welthandel, in der Landtechnik waren es 57,4 Prozent. Bei der Beschäftigung bilden nach der Bundesagentur für Arbeit drei Bereiche mit jeweils mehr als einem Viertel die größten Blöcke, darunter die Herstellung von Maschinen für bestimmte Wirtschaftszweige wie Druckerei- und Baumaschinen. Auf die Herstellung von Werkzeugmaschinen entfallen 13 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.

Deutschland gehört weltweit zu den führenden Maschinenbau­ländern

Weltweit wurden 2025 nach VDMA-Schätzung Maschinen und Anlagen im Wert von rund 3,3 Billionen Euro hergestellt. China ist im Länderranking die Nummer eins, auf Platz zwei folgen die USA, danach Deutschland, Japan und Italien. Beim Weltmaschinenexport lag Deutschland 2024 mit einem Anteil von 14,0 Prozent auf Platz zwei hinter China mit 20,3 Prozent. Innerhalb der EU, die 2025 Maschinen für 593 Milliarden Euro exportierte, entfiel mehr als ein Drittel auf Deutschland. Die Branche zählt zugleich zu den innovativsten des Landes: Nach Sektoren lag der Maschinenbau 2025 an der Spitze der Patentanmeldungen, und 2024 investierten die Unternehmen 19 Milliarden Euro und damit fast 6 Prozent ihres Umsatzes in Innovationen. Für 2026 zeigen die Auftragseingänge nach oben: Im Juni übertrafen die Bestellungen das Vorjahresniveau real um 21 Prozent, im ersten Halbjahr ergab sich ein Plus von 5 Prozent. Für 2027 erwartet der VDMA ein reales Produktionsplus von 3 Prozent, der weltweite Maschinenbau dürfte bereits 2026 real um rund 4 Prozent wachsen.

Deutsche Maschinenexporte nach Fachzweigen 20258 Zeilen
FachzweigAusfuhr 2025Veränderung zu 2024Anteil an der Ausfuhr
Antriebstechnik16.956,5 Mio. €-2,9 %8,5 %
Fördertechnik15.569,6 Mio. €-7,4 %7,8 %
Allgemeine Lufttechnik14.512,5 Mio. €+0,6 %7,3 %
Landtechnik13.789,1 Mio. €+2,8 %6,9 %
Armaturen11.426,7 Mio. €+5,0 %5,8 %
Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen10.981,1 Mio. €+2,0 %5,5 %
Baumaschinen und Baustoffanlagen9.874,5 Mio. €-3,4 %5,0 %
Werkzeugmaschinen8.591,9 Mio. €-8,7 %4,3 %
Quelle: VDMA, Deutscher Maschinenaußenhandel Dezember 2025 (Daten: Statistisches Bundesamt)

Häufige Fragen

Wie viel Umsatz macht der Maschinenbau in Deutschland?

Die Unternehmen des Maschinenbaus erzielten 2025 einen Umsatz von rund 264 Milliarden Euro, berichtet die Bundesagentur für Arbeit auf Basis amtlicher Daten. Etwa zwei Drittel davon erwirtschafteten sie mit Exporten.

Wie viele Menschen arbeiten im Maschinenbau?

Im Juni 2025 waren laut Bundesagentur für Arbeit knapp 1,03 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig im Maschinenbau beschäftigt. Der VDMA weist in seiner europäischen Übersicht für 2024 knapp 1,3 Millionen Beschäftigte in Deutschland aus.

In welche Länder exportiert der deutsche Maschinenbau am meisten?

Wichtigster Einzelmarkt waren 2025 die USA mit Maschinenexporten von 25.172,1 Millionen Euro, vor China mit 16.255,5 Millionen Euro und Frankreich mit 13.117,8 Millionen Euro. Die EU-27 nahmen zusammen 44,7 Prozent der Ausfuhr ab, meldet der VDMA.

Welcher Fachzweig des Maschinenbaus exportiert am meisten?

Nach VDMA-Angaben war 2025 die Antriebstechnik mit Ausfuhren von 16.956,5 Millionen Euro der größte Exportzweig. Es folgten die Fördertechnik mit 15.569,6 Millionen Euro und die Allgemeine Lufttechnik mit 14.512,5 Millionen Euro.

Welchen Rang hat Deutschland im weltweiten Maschinenbau?

Beim Maschinenumsatz 2025 liegt Deutschland laut VDMA hinter China und den USA auf Platz drei. Am Weltmaschinenexport hatte Deutschland 2024 einen Anteil von 14,0 Prozent und lag damit hinter China auf Platz zwei.

Quellen

  1. Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarktsituation im Verarbeitenden Gewerbe, hier: Maschinenbau (Berichte: Arbeitsmarkt kompakt, Juni 2026). statistik.arbeitsagentur.de Abruf 2026-10-27
  2. VDMA, Deutscher Maschinenaußenhandel Dezember 2025. vdma.eu Abruf 2026-10-27
  3. VDMA, Maschinenbau in Zahl & Bild. vdma.eu Abruf 2026-10-27
  4. VDMA, Florian Scholl: Auftragseingang Juni 2026 und 1. Halbjahr 2026. vdma.eu Abruf 2026-10-27
  5. VDMA, Wirtschaftliche Entwicklung und Konjunktur. vdma.eu Abruf 2026-10-27

Die Angaben sind mit Sorgfalt recherchiert und mit Quelle belegt. Sie ersetzen keine Beratung im Einzelfall.

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