Das Verarbeitende Gewerbe erwirtschaftete 2025 nach vorläufigen Daten von Eurostat 19,4 Prozent der deutschen Bruttowertschöpfung, in jeweiligen Preisen 797,19 Milliarden Euro. Im Durchschnitt der EU lag der Anteil bei 15,8 Prozent. Unter den 27 Mitgliedstaaten erreichten nur Irland, Slowenien, Tschechien und Dänemark höhere Werte. Laut Statistischem Bundesamt waren 2025 im Verarbeitenden Gewerbe 7.262.000 Menschen erwerbstätig. Im zweiten Quartal 2026 wuchs die preisbereinigte Wertschöpfung der Branche um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
- Das Verarbeitende Gewerbe kam 2025 laut Eurostat auf 19,4 Prozent der deutschen Bruttowertschöpfung, der Wert ist noch vorläufig.
- Im Durchschnitt der EU-27 lag der Anteil des Verarbeitenden Gewerbes 2025 bei 15,8 Prozent, in Italien bei 16,7 Prozent und in Frankreich bei 11,2 Prozent.
- Mit 797,19 Milliarden Euro erwirtschaftete das deutsche Verarbeitende Gewerbe 2025 die höchste industrielle Wertschöpfung aller EU-Staaten.
- Im Verarbeitenden Gewerbe waren 2025 nach Angaben des Statistischen Bundesamts 7.262.000 Menschen erwerbstätig.
- Im zweiten Quartal 2026 stieg die preisbereinigte Wertschöpfung des Verarbeitenden Gewerbes um 1,1 Prozent zum Vorjahresquartal.
Die Industrie trägt überdurchschnittlich viel zur Wertschöpfung bei
Das Verarbeitende Gewerbe umfasst in der europäischen Wirtschaftszweigklassifikation den Abschnitt C, also die Herstellung von Waren. Dazu zählen große Bereiche wie die Automobilindustrie, der Maschinenbau und die Chemieindustrie. Nach den Daten von Eurostat mit Stand vom 22. Oktober 2026 erwirtschaftete dieser Bereich 2025 in Deutschland eine Bruttowertschöpfung von 797,2 Milliarden Euro in jeweiligen Preisen. Die Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche zusammen lag bei 4.104,4 Milliarden Euro. Daraus ergibt sich ein Anteil von 19,4 Prozent, nach 19,9 Prozent im Jahr 2024. Beide Werte sind als vorläufig gekennzeichnet. Zum Vergleich: 2015 lag er bei 22,5 Prozent und 2020 bei 20,5 Prozent. Der Betrag wuchs dabei kräftig: Die nominale Wertschöpfung der Industrie stieg von 621,5 Milliarden Euro im Jahr 2015 auf 797,2 Milliarden Euro im Jahr 2025. Die übrigen Wirtschaftsbereiche wuchsen im selben Zeitraum noch stärker. Für die EU insgesamt meldet Eurostat, dass Dienstleistungen 2025 einen Anteil von 73,7 Prozent an der Bruttowertschöpfung hatten.
Im EU-Vergleich liegt Deutschland auf Platz fünf
Im Durchschnitt der 27 EU-Staaten entfielen 2025 laut Eurostat 15,8 Prozent der Bruttowertschöpfung auf das Verarbeitende Gewerbe, im Euroraum 15,6 Prozent. Deutschland liegt mit 19,4 Prozent klar darüber. Einen höheren Anteil erreichten nur Irland mit 30,8 Prozent, Slowenien mit 21,1 Prozent, Tschechien mit 20,8 Prozent und Dänemark mit 20,2 Prozent. Dahinter folgen die Slowakei mit 17,5 Prozent, Ungarn mit 17,1 Prozent und Polen mit 16,9 Prozent. Unter den großen Volkswirtschaften der EU hat Deutschland den höchsten Industrieanteil: Italien kam auf 16,7 Prozent, Spanien und die Niederlande auf je 11,7 Prozent, Frankreich auf 11,2 Prozent. Am unteren Ende stehen Malta mit 5,7 Prozent, Zypern mit 5,0 Prozent und Luxemburg mit 4,6 Prozent. Auch außerhalb der EU zeigt sich die Bedeutung der Warenproduktion in Mitteleuropa, die Schweiz meldete für 2025 ebenfalls einen Anteil von 19,4 Prozent. Der Vergleich zeigt, dass Deutschland trotz eines leicht sinkenden Anteils zu den Standorten mit dem größten Gewicht der Industrie in Europa gehört.
In absoluten Zahlen ist die deutsche Industrie die größte der EU
Der Anteil an der Wertschöpfung sagt wenig über die absolute Größe einer Industrie aus. Hier liegt Deutschland mit großem Vorsprung vorn: Die 797,2 Milliarden Euro Wertschöpfung des deutschen Verarbeitenden Gewerbes im Jahr 2025 übertrafen die Werte aller anderen Mitgliedstaaten deutlich. Es folgten Italien mit 337,3 Milliarden Euro, Frankreich mit 299,3 Milliarden Euro und Spanien mit 178,8 Milliarden Euro. Irland erreichte trotz seines Spitzenanteils 176,8 Milliarden Euro, Polen 137,2 Milliarden Euro. Für die gesamte EU summierte sich die Wertschöpfung des Verarbeitenden Gewerbes 2025 auf 2.676,1 Milliarden Euro. Gegenüber 2024 stieg der deutsche Wert in jeweiligen Preisen von 793,2 Milliarden Euro auf 797,2 Milliarden Euro. Für Vergleiche über mehrere Jahre lohnt daher der Blick auf beide Größen: Nominale Werte zeigen das Gewicht der Branche, preisbereinigte Werte die reale Entwicklung.
Mehr als sieben Millionen Menschen arbeiten im Verarbeitenden Gewerbe
Das Statistische Bundesamt weist für 2025 im Verarbeitenden Gewerbe 7.262.000 Erwerbstätige aus, darunter 7.056.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Insgesamt waren in Deutschland 45.878.000 Menschen erwerbstätig. Im Zeitvergleich lag die Zahl der Erwerbstätigen im Verarbeitenden Gewerbe 2016 bei 7.534.000, 2019 bei 7.773.000 und 2024 bei 7.415.000. Die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betrug 2024 insgesamt 7.209.000. Für 2026 zeigen die vierteljährlichen Daten eine Belebung: Im zweiten Quartal 2026 steigerte das Verarbeitende Gewerbe seine preis-, saison- und kalenderbereinigte Wertschöpfung um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Gegenüber dem Vorjahresquartal ergab sich preisbereinigt ein Plus von 1,1 Prozent, der erste Anstieg zum Vorjahr seit dem ersten Quartal 2023. Im Vergleich zum Vorquartal legten vor allem die Herstellung von chemischen Erzeugnissen und die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen zu. Im Vorjahresvergleich verzeichneten der sonstige Fahrzeugbau und die Hersteller elektrischer Ausrüstungen Umsatzzuwächse. Die gesamte preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche stieg im selben Quartal ebenfalls um 1,1 Prozent zum Vorjahresquartal, gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent.
| Land | Anteil 2025 | Anteil 2024 | Wertschöpfung 2025 |
|---|---|---|---|
| Irland | 30,8 % | 30,7 % | 176,8 Mrd. € |
| Deutschland | 19,4 % | 19,9 % | 797,2 Mrd. € |
| Polen | 16,9 % | 17,3 % | 137,2 Mrd. € |
| Italien | 16,7 % | 16,7 % | 337,3 Mrd. € |
| EU-27 | 15,8 % | 16,1 % | 2.676,1 Mrd. € |
| Spanien | 11,7 % | 11,9 % | 178,8 Mrd. € |
| Niederlande | 11,7 % | 11,7 % | 122,9 Mrd. € |
| Frankreich | 11,2 % | 11,4 % | 299,3 Mrd. € |
Häufige Fragen
Wie hoch ist der Anteil der Industrie an der deutschen Bruttowertschöpfung?
Das Verarbeitende Gewerbe erwirtschaftete 2025 nach vorläufigen Eurostat-Daten 19,4 Prozent der deutschen Bruttowertschöpfung. 2024 lag der Anteil bei 19,9 Prozent, 2015 bei 22,5 Prozent.
Wie schneidet Deutschland im EU-Vergleich ab?
Mit 19,4 Prozent lag Deutschland 2025 auf Platz fünf der EU und deutlich über dem EU-Durchschnitt von 15,8 Prozent. Höhere Anteile meldet Eurostat nur für Irland, Slowenien, Tschechien und Dänemark.
Wie viele Menschen arbeiten im Verarbeitenden Gewerbe?
Laut Statistischem Bundesamt waren 2025 im Verarbeitenden Gewerbe 7.262.000 Menschen erwerbstätig. Davon waren 7.056.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Wie entwickelt sich die Industrie im Jahr 2026?
Im zweiten Quartal 2026 wuchs die Wertschöpfung des Verarbeitenden Gewerbes laut Statistischem Bundesamt um 0,9 Prozent zum Vorquartal und um 1,1 Prozent zum Vorjahresquartal. Es war der erste Anstieg zum Vorjahr seit dem ersten Quartal 2023.
Welches EU-Land hat die größte Industrie?
In absoluten Zahlen liegt Deutschland vorn: Das Verarbeitende Gewerbe erwirtschaftete 2025 laut Eurostat 797,19 Milliarden Euro. Es folgten Italien mit 337,3 Milliarden Euro und Frankreich mit 299,3 Milliarden Euro.
Quellen
- Eurostat, Bruttowertschöpfung und Einkommen nach wichtigsten Wirtschaftsbereichen (NACE Rev. 2), jährliche Daten (nama_10_a10). ec.europa.eu Abruf 2026-10-27
- Statistisches Bundesamt, Erwerbstätige und Arbeitnehmer nach Wirtschaftsbereichen (Inlandskonzept). destatis.de Abruf 2026-10-27
- Statistisches Bundesamt, KORREKTUR: Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 2. Quartal 2026. destatis.de Abruf 2026-10-27
- Statistisches Bundesamt, Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2025 um 0,2 % gewachsen. destatis.de Abruf 2026-10-27
- Eurostat, National accounts and GDP (Statistics Explained). ec.europa.eu Abruf 2026-10-27
Die Angaben sind mit Sorgfalt recherchiert und mit Quelle belegt. Sie ersetzen keine Beratung im Einzelfall.