Die privaten Haushalte in Deutschland legten 2025 nach Angaben des Statistischen Bundesamts 10,1 Prozent ihres verfügbaren Einkommens zurück, nach 11,0 Prozent im Jahr 2024. Im zweiten Quartal 2026 lag die Sparquote bei 9,6 Prozent. Im internationalen Vergleich, der auf der Bruttosparquote beruht, sparen deutsche Haushalte mit 18,9 Prozent deutlich mehr als der EU-Durchschnitt von 14,3 Prozent. Das Geldvermögen der Haushalte erreichte laut Deutscher Bundesbank zur Jahresmitte 2026 einen Stand von 9.831 Milliarden Euro.
- Die Sparquote der privaten Haushalte lag 2025 laut Statistischem Bundesamt bei 10,1 Prozent des verfügbaren Einkommens.
- Im Jahr 2024 hatten die Haushalte mit 11,0 Prozent etwas mehr gespart, 2023 waren es 10,2 Prozent.
- Im zweiten Quartal 2026 erreichte die Sparquote 9,6 Prozent und lag damit leicht über dem Vorjahresquartal mit 9,5 Prozent.
- Mit einer Bruttosparquote von 18,9 Prozent sparten deutsche Haushalte 2025 deutlich mehr als der EU-Durchschnitt mit 14,3 Prozent.
- Das Geldvermögen der privaten Haushalte stieg im zweiten Quartal 2026 laut Bundesbank um 335 Milliarden Euro auf 9.831 Milliarden Euro.
Die Sparquote lag 2025 bei 10,1 Prozent
Die Sparquote zeigt, welchen Anteil ihres verfügbaren Einkommens die privaten Haushalte nicht für Konsum ausgeben, sondern zurücklegen. Das Statistische Bundesamt definiert sie als Sparen in Prozent des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte. Nach der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung mit Stand vom 30. September 2026 lag die Sparquote 2025 bei 10,1 Prozent. Im Jahr 2024 hatte sie 11,0 Prozent betragen, 2023 waren es 10,2 Prozent. Die Haushalte haben damit in allen drei Jahren einen stabilen Teil ihres Einkommens auf die Seite gelegt. Im August 2026 hat das Statistische Bundesamt die Berechnungen für die Jahre 2022 bis 2025 grundlegend überarbeitet, ältere Veröffentlichungen nennen daher teils abweichende Werte für dieselben Jahre. Wer Sparquoten aus verschiedenen Quellen vergleicht, sollte deshalb stets auf den Datenstand achten. Für einzelne Haushalte weicht die persönliche Quote je nach Einkommen, Alter und Lebensphase deutlich vom Durchschnitt ab. Die amtliche Zahl ist eine gesamtwirtschaftliche Größe, die das Sparen aller privaten Haushalte zusammen ins Verhältnis zu ihrem gemeinsamen Einkommen setzt.
Auch 2026 sparen die Haushalte auf stabilem Niveau
Für das laufende Jahr liegen bereits Quartalswerte vor. Im zweiten Quartal 2026 sparten die privaten Haushalte nach Angaben des Statistischen Bundesamts 9,6 Prozent ihres verfügbaren Einkommens und damit etwas mehr als im zweiten Quartal 2025 mit 9,5 Prozent. Der Grund: Die Konsumausgaben der Haushalte stiegen in jeweiligen Preisen um 2,9 Prozent, das verfügbare Einkommen um 3,1 Prozent. Das Einkommen wuchs also etwas stärker als der Konsum, sodass ein etwas größerer Anteil für die Ersparnis blieb. Die Bruttosparquote, die Abschreibungen nicht abzieht und deshalb höher ausfällt, lag im ersten Halbjahr 2026 bei 18,9 Prozent und damit auf dem Niveau des Gesamtjahres 2025. Im Jahr 2024 hatte sie 19,6 Prozent betragen. Ihren bisherigen Höchstwert erreichte die Bruttosparquote im Jahr 2020 mit 22,9 Prozent, als der Konsum zurückging. Das Statistische Bundesamt weist darauf hin, dass die Werte für 2025 und das erste Halbjahr 2026 noch vorläufig sind. Spätere Berechnungen können die Quoten daher noch leicht verändern.
Im internationalen Vergleich sparen Deutsche überdurchschnittlich viel
Für internationale Vergleiche nutzt das Statistische Bundesamt die Bruttosparquote. Sie weist den Anteil des Gesparten am verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte vor Abzug von Abschreibungen aus, vor allem auf Immobilien. Wertänderungen wie Kursgewinne bei Aktien oder steigende Immobilienwerte zählen dabei weder zum Sparen noch zum Einkommen. Mit 18,9 Prozent lag die Bruttosparquote in Deutschland 2025 deutlich über dem Durchschnitt der Europäischen Union von 14,3 Prozent. In Frankreich sparten die Haushalte 17,8 Prozent, in den Niederlanden 17,4 Prozent und in Österreich 15,7 Prozent ihres Einkommens. In Italien waren es 10,8 Prozent, in den USA 10,7 Prozent. Höher als in Deutschland lag die Quote in der Schweiz mit 27,4 Prozent. Über die vergangenen zehn Jahre sparten deutsche Haushalte im Durchschnitt 19,1 Prozent ihres Einkommens. Für den Euroraum meldet Eurostat für das zweite Quartal 2026 eine Sparquote der Haushalte von 14,2 Prozent nach 14,4 Prozent im Vorquartal. Die Daten für die Ländervergleiche stammen laut Statistischem Bundesamt von Eurostat, für die USA von der OECD sowie von nationalen Statistikämtern.
Das Geldvermögen der Haushalte erreicht 9.831 Milliarden Euro
Die laufende Ersparnis fließt in das Geldvermögen der privaten Haushalte, das die Deutsche Bundesbank vierteljährlich ermittelt. Zum Ende des zweiten Quartals 2026 betrug es 9.831 Milliarden Euro und lag damit 335 Milliarden Euro über dem Vorquartal. Ein großer Teil des Anstiegs ging auf positive Bewertungseffekte in Höhe von 258 Milliarden Euro zurück, davon 202 Milliarden Euro bei kapitalmarktnahen Anlagen und 48 Milliarden Euro bei Versicherungs- und Pensionsansprüchen. Zusätzlich bauten die Haushalte finanzielle Forderungen von 77 Milliarden Euro auf, leicht mehr als im Fünfjahresdurchschnitt. Etwa ein Drittel davon entfiel auf Bargeld und Sichteinlagen. Unter den Kapitalmarktinstrumenten waren Investmentfondsanteile besonders gefragt, sie legten um 33 Milliarden Euro zu, Schuldverschreibungen erwarben die Haushalte netto für 7 Milliarden Euro. Den Vermögenswerten standen Verbindlichkeiten von 2.192 Milliarden Euro gegenüber. Das Nettogeldvermögen, also das Geldvermögen abzüglich der Verbindlichkeiten, stieg damit um 324 Milliarden Euro auf 7.639 Milliarden Euro. Das Geldvermögen umfasst nur finanzielle Anlagen, Immobilien und andere Sachwerte zählen nicht dazu.
| Land | Bruttosparquote 2025 | Durchschnitt der letzten zehn Jahre |
|---|---|---|
| Schweiz | 27,4 % | 24,5 % |
| Deutschland | 18,9 % | 19,1 % |
| Frankreich | 17,8 % | 16,6 % |
| Niederlande | 17,4 % | 16,3 % |
| Österreich | 15,7 % | 15,3 % |
| Italien | 10,8 % | 12,1 % |
| USA | 10,7 % | 13,0 % |
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Sparquote in Deutschland?
Die privaten Haushalte sparten 2025 laut Statistischem Bundesamt 10,1 Prozent ihres verfügbaren Einkommens. Im zweiten Quartal 2026 lag die Quote bei 9,6 Prozent, nach 9,5 Prozent im Vorjahresquartal.
Was ist der Unterschied zwischen Sparquote und Bruttosparquote?
Die Bruttosparquote zieht Abschreibungen, vor allem auf Immobilien, nicht ab und fällt deshalb höher aus. Für 2025 meldet das Statistische Bundesamt eine Bruttosparquote von 18,9 Prozent, die Sparquote lag bei 10,1 Prozent.
Sparen die Deutschen mehr als andere Europäer?
Ja, mit einer Bruttosparquote von 18,9 Prozent lag Deutschland 2025 deutlich über dem EU-Durchschnitt von 14,3 Prozent, meldet das Statistische Bundesamt. Für den Euroraum nennt Eurostat für das zweite Quartal 2026 eine Quote von 14,2 Prozent.
Wie hat sich die Sparquote in den letzten Jahren entwickelt?
Die Sparquote lag laut Statistischem Bundesamt 2023 bei 10,2 Prozent, 2024 bei 11,0 Prozent und 2025 bei 10,1 Prozent. Die Bruttosparquote erreichte ihren Höchstwert 2020 mit 22,9 Prozent und lag 2025 bei 18,9 Prozent.
Wie groß ist das Geldvermögen der privaten Haushalte?
Laut Deutscher Bundesbank betrug das Geldvermögen der privaten Haushalte zum Ende des zweiten Quartals 2026 9.831 Milliarden Euro. Nach Abzug der Verbindlichkeiten von 2.192 Milliarden Euro blieb ein Nettogeldvermögen von 7.639 Milliarden Euro.
Quellen
- Statistisches Bundesamt, Wichtige gesamtwirtschaftliche Größen in Milliarden Euro, Veränderungsrate des Bruttoinlandsprodukt (BIP). destatis.de Abruf 2026-10-27
- Statistisches Bundesamt, KORREKTUR: Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 2. Quartal 2026. destatis.de Abruf 2026-10-27
- Statistisches Bundesamt, Bruttosparquote in Deutschland mit 18,9 % im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hoch. destatis.de Abruf 2026-10-27
- Eurostat, Household saving rate decreases to 14.2% in the euro area. ec.europa.eu Abruf 2026-10-27
- Deutsche Bundesbank, Geldvermögensbildung und Außenfinanzierung in Deutschland im zweiten Quartal 2026. bundesbank.de Abruf 2026-10-27
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