Der Onlinehandel in Deutschland erzielte 2025 einen Nettoumsatz von 92,3 Milliarden Euro, 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr, meldet der Handelsverband Deutschland im HDE Online-Monitor 2026. Damit entfielen 13,5 Prozent des Einzelhandelsumsatzes auf das Onlinegeschäft. Umsatzstärkste Branchen waren Fashion und Accessoires mit 21,2 Milliarden Euro sowie Consumer Electronics und Elektro mit 19,7 Milliarden Euro. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel kommt nach eigener Methode auf einen Bruttoumsatz mit Waren von 83,1 Milliarden Euro.
- Der Onlineumsatz in Deutschland stieg 2025 laut HDE um 3,9 Prozent oder 3,5 Milliarden Euro auf netto 92,3 Milliarden Euro.
- Der Anteil des Onlinehandels am Einzelhandel erhöhte sich 2025 leicht auf 13,5 Prozent, nach 13,4 Prozent im Vorjahr.
- Lebensmittel und Drogeriewaren wuchsen 2025 online mit einem Plus von 10,4 Prozent stärker als jede andere Branche.
- Über Online-Marktplätze liefen 2025 nach Angaben des HDE 56,7 Prozent der Onlineumsätze in Deutschland.
- Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Onlineumsätze laut bevh um 4,3 Prozent, im zweiten Quartal 2026 sogar um 5,1 Prozent.
Der Onlinehandel wächst wieder schneller als der stationäre Handel
Der HDE Online-Monitor 2026 des Handelsverbands Deutschland, dessen Marktdaten vom IFH Köln stammen, beziffert den Onlineumsatz des Jahres 2025 auf netto 92,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 3,9 Prozent oder 3,5 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr, nachdem der Zuwachs 2024 bei 3,8 Prozent gelegen hatte. Gegenüber 2020 ist der Onlineumsatz damit um 19,3 Milliarden Euro gestiegen. Das Onlinewachstum lag 2025 wieder über dem Offlinewachstum von 2,9 Prozent, der Onlineanteil am Einzelhandel stieg dadurch leicht auf 13,5 Prozent nach 13,4 Prozent im Vorjahr. Alle Umsatzangaben des HDE sind Nettowerte ohne Umsatzsteuer. Sie umfassen Neuwaren im Geschäft mit Endverbrauchern, aber keine Dienstleistungen wie Reisen oder Tickets. Rechnet man Secondhand-Waren hinzu, kommt der Online-Monitor für 2025 auf 103 Milliarden Euro. Der Onlinemarkt für gebrauchte Produkte allein wuchs 2025 um 5,3 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro. Für 2026 erwartet der HDE ein nominales Plus von 4,3 Prozent im Onlinehandel, für den stationären Bereich ein Wachstum von 1,6 Prozent.
Mode und Elektronik bleiben die umsatzstärksten Branchen
Nach Branchen betrachtet führten Fashion und Accessoires 2025 den Onlinehandel mit 21,2 Milliarden Euro an, das sind 22,9 Prozent des gesamten Onlinevolumens. Dahinter folgten Consumer Electronics und Elektrogeräte mit 19,7 Milliarden Euro und einem Anteil von 21,3 Prozent sowie Freizeit und Hobby mit 14,1 Milliarden Euro. Zusammen kamen Fashion und Elektro auf 44,2 Prozent des Onlineumsatzes, nach 44,7 Prozent im Jahr 2024. Größter Anteilsgewinner war der Bereich der schnelldrehenden Konsumgüter, also Lebensmittel und Drogeriewaren, mit 13,4 Milliarden Euro und einem Anteil von 14,5 Prozent nach 13,7 Prozent im Vorjahr. Diese Warengruppe wuchs online um 10,4 Prozent und damit mehr als 2,5-mal so stark wie der Durchschnitt. Innerhalb der jeweiligen Märkte ist der Onlineanteil sehr unterschiedlich: Bei Consumer Electronics und Elektro lag er 2025 bei 45,1 Prozent, bei Fashion und Accessoires bei 44,2 Prozent. Bei Lebensmitteln und Drogeriewaren erreichte er 4,9 Prozent, bei Heimwerken und Garten 7,6 Prozent. Alle Branchen verzeichneten 2025 online ein Umsatzplus.
Marktplätze vereinen mehr als die Hälfte der Onlineumsätze
Online-Marktplätze bleiben der wichtigste Vertriebskanal im deutschen Onlinehandel. Laut HDE Online-Monitor 2026 liefen 2025 insgesamt 56,7 Prozent der Onlineumsätze über solche Plattformen, ihr Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um 5,9 Prozent. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel kommt mit seiner eigenen Erhebung zu einem ähnlichen Bild: Online-Marktplätze setzten 2025 brutto 46,2 Milliarden Euro um, ein Plus von 4,9 Prozent, und wickelten damit 56 Prozent des Onlinehandels mit Waren ab. Auch die Kundschaft wächst weiter. Die Zahl der Onlineshoppenden stieg 2025 über alle Altersgruppen um 1,2 Prozent, bei den über 55-Jährigen sogar um 3,1 Prozent. Wer als junger Mensch online einzukaufen begonnen hat, behält diese Gewohnheit im Alter bei, so die Einschätzung des HDE. Im Durchschnitt bestellten Onlineshoppende 2025 laut Online-Monitor 35,2-mal im Jahr und gaben je Bestellung 53,2 Euro aus. Onlineanbieter, die direkt aus dem Ausland liefern, kamen 2025 auf 10,9 Milliarden Euro Umsatz in Deutschland, das entspricht 11,8 Prozent des Onlinevolumens.
Der bevh misst anders und bestätigt den Aufwärtstrend
Neben dem HDE veröffentlicht der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland eigene Zahlen. Sie beruhen auf der Studie Interaktiver Handel in Deutschland und werden als Bruttowerte einschließlich Umsatzsteuer ausgewiesen. Für 2025 meldet der bevh einen Bruttoumsatz mit Waren im E-Commerce von 83,1 Milliarden Euro nach 80,6 Milliarden Euro im Jahr davor. Das Wachstum von 3,2 Prozent lag deutlich über der eigenen Prognose von 2,5 Prozent. Digitale Dienstleistungen kamen zusätzlich auf 14,4 Milliarden Euro und ein Plus von 7,3 Prozent. Größte Warengruppe war Bekleidung mit 15,127 Milliarden Euro, gefolgt von Elektronikartikeln und Telekommunikation mit 12,246 Milliarden Euro. Lebensmittel wuchsen mit 5,5 Prozent überdurchschnittlich. Der Trend setzt sich 2026 fort: Im zweiten Quartal 2026 legte der Warenumsatz um 5,1 Prozent auf 21,193 Milliarden Euro zu, Waren des täglichen Bedarfs wuchsen um 10,1 Prozent. Die amtliche Statistik weist für den Internet- und Versandhandel 2025 ein nominales Plus von 10,0 Prozent aus. Laut Statistischem Bundesamt erhöht die Umstrukturierung eines größeren Unternehmens diese Reihe seit August 2024 allerdings strukturell.
| Branche | Onlineumsatz 2025 | Anteil am Onlinevolumen | Wachstum zum Vorjahr |
|---|---|---|---|
| Fashion & Accessoires | 21,2 Mrd. € | 22,9 % | +2,8 % |
| CE/Elektro | 19,7 Mrd. € | 21,3 % | +2,9 % |
| Freizeit & Hobby | 14,1 Mrd. € | 15,3 % | +2,9 % |
| Lebensmittel und Drogeriewaren (FMCG) | 13,4 Mrd. € | 14,5 % | +10,4 % |
| Wohnen & Einrichten | 8,1 Mrd. € | 8,8 % | +1,8 % |
| Heimwerken & Garten | 3,3 Mrd. € | 3,6 % | +2,1 % |
| Schmuck & Uhren | 1,4 Mrd. € | 1,6 % | +3,1 % |
Häufige Fragen
Wie hoch war der Umsatz im deutschen Onlinehandel 2025?
Der Handelsverband Deutschland beziffert den Onlineumsatz 2025 auf netto 92,3 Milliarden Euro, ein Plus von 3,9 Prozent. Der bevh kommt nach seiner Methode auf einen Bruttoumsatz mit Waren von 83,1 Milliarden Euro, 3,2 Prozent mehr als 2024.
Welchen Anteil hat der Onlinehandel am Einzelhandel?
Laut HDE Online-Monitor 2026 lag der Onlineanteil am Einzelhandel 2025 bei 13,5 Prozent nach 13,4 Prozent im Vorjahr. In einzelnen Branchen ist er deutlich höher, bei Consumer Electronics und Elektro erreichte er 45,1 Prozent.
Welche Warengruppen verkaufen sich online am besten?
Fashion und Accessoires lagen 2025 mit 21,2 Milliarden Euro vorn, vor Consumer Electronics und Elektro mit 19,7 Milliarden Euro, meldet der HDE. Am schnellsten wuchsen Lebensmittel und Drogeriewaren mit einem Plus von 10,4 Prozent.
Warum unterscheiden sich die Zahlen von HDE und bevh?
Der HDE weist Nettowerte ohne Umsatzsteuer auf Basis von Marktdaten des IFH Köln aus, der bevh nennt Bruttowerte aus der Studie Interaktiver Handel in Deutschland. Wegen dieser unterschiedlichen Abgrenzungen stehen 92,3 Milliarden Euro beim HDE 83,1 Milliarden Euro beim bevh gegenüber, beide Reihen zeigen für 2025 aber Wachstum.
Wie entwickelt sich der Onlinehandel 2026?
Der HDE erwartet für 2026 ein nominales Umsatzplus von 4,3 Prozent im Onlinehandel. Erste Zahlen des bevh bestätigen den Trend: Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Onlineumsätze um 4,3 Prozent.
Quellen
- Handelsverband Deutschland (HDE), HDE Online-Monitor 2026. einzelhandel.de Abruf 2026-10-27
- Handelsverband Deutschland (HDE), HDE-Online-Monitor 2026: Online-Handel als Wachstumstreiber für den Einzelhandel. einzelhandel.de Abruf 2026-10-27
- Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh), Wachstum im E-Commerce: Lichtblick in der deutschen Wirtschaft. bevh.org Abruf 2026-10-27
- Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh), Erste Halbzeit im Onlinehandel: Kaufneigung der Deutschen kehrt zurück. bevh.org Abruf 2026-10-27
- Statistisches Bundesamt, Einzelhandelsumsatz im Jahr 2025 real um 2,7 % höher als im Vorjahr. destatis.de Abruf 2026-10-27
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