Im deutschen Gesundheitswesen arbeiteten zum Jahresende 2024 knapp 6,2 Millionen Menschen, meldet das Statistische Bundesamt. Das waren 102.000 oder 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Umgerechnet auf volle Arbeitszeit entsprach das gut 4,4 Millionen Vollzeitäquivalenten. Größter Arbeitgeber sind die Krankenhäuser mit 1,333 Millionen Beschäftigten. Die breiter abgegrenzte Gesundheitswirtschaft zählte 2025 nach ersten Berechnungen der Länder über 6,3 Millionen Erwerbstätige, ein Anteil von 13,8 Prozent an allen Erwerbstätigen.
- Zum 31. Dezember 2024 arbeiteten knapp 6,2 Millionen Menschen im Gesundheitswesen, 102.000 oder 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr.
- In stationären und teilstationären Einrichtungen stieg die Beschäftigung 2024 um 64.000 oder 3,0 Prozent, im ambulanten Bereich um 32.000 oder 1,3 Prozent.
- Die Zahl der Pflegekräfte in Krankenhäusern, Reha- und Pflegeeinrichtungen wuchs 2024 um 49.000 oder 3,4 Prozent.
- Rund 1,8 Millionen Pflegekräfte waren 2025 sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 49 Prozent von ihnen in Teilzeit.
- 2025 schlossen rund 63.900 Menschen einen neuen Ausbildungsvertrag zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann ab, 8 Prozent mehr als im Vorjahr.
Das Gesundheitswesen beschäftigt knapp 6,2 Millionen Menschen
Die Gesundheitspersonalrechnung des Statistischen Bundesamts erfasst die Beschäftigten im Gesundheitswesen jeweils zum 31. Dezember. Zum Jahresende 2024 arbeiteten knapp 6,2 Millionen Menschen in diesem Bereich, 102.000 oder 1,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit wuchs das Personal erstmals seit 2021 wieder um mehr als ein Prozent, nach Zuwächsen von 0,5 Prozent im Jahr 2022 und 0,4 Prozent im Jahr 2023. Die Zahl der Vollzeitäquivalente, bei der Teilzeitstellen auf volle Arbeitszeit umgerechnet werden, lag bei gut 4,4 Millionen und stieg um 1,4 Prozent. Noch breiter ist die Gesundheitswirtschaft abgegrenzt, in die auch Akteure aus dem Verarbeitenden Gewerbe und dem Handel einfließen. Nach ersten Berechnungen der Arbeitsgruppe Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder zählte sie 2025 bundesweit über 6,3 Millionen Erwerbstätige, 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Das entsprach 13,8 Prozent aller Erwerbstätigen. Die Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft wuchs 2025 preisbereinigt um 2,1 Prozent, die der Gesamtwirtschaft um 0,1 Prozent.
Krankenhäuser und Pflege sind die größten Arbeitgeber
Nach Einrichtungen betrachtet sind die Krankenhäuser der größte Arbeitgeber: Ende 2024 waren dort 1,333 Millionen Menschen beschäftigt, im Jahr 2000 waren es 1,021 Millionen. Es folgen die stationäre und teilstationäre Pflege mit 784.000 Beschäftigten, nach 443.000 im Jahr 2000, und die Arztpraxen mit 736.000 Beschäftigten. In Praxen sonstiger medizinischer Berufe, etwa der Physio- und Ergotherapie, arbeiteten 579.000 Menschen, in der ambulanten Pflege 444.000. Im Jahr 2000 hatte das Statistische Bundesamt hier 246.000 und 185.000 Beschäftigte gezählt. Auch 2024 legten alle stationären Einrichtungen zu: Krankenhäuser um 38.000 Personen oder 2,9 Prozent, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen um 5.000 oder 4,2 Prozent und stationäre sowie teilstationäre Pflegeeinrichtungen um 21.000 oder 2,8 Prozent. Im ambulanten Sektor wuchsen die ambulante Pflege um 11.000 oder 2,6 Prozent und die Praxen sonstiger medizinischer Berufe um 14.000 oder 2,4 Prozent. In Arztpraxen und in Zahnarztpraxen kamen jeweils 4.000 Beschäftigte hinzu.
Die Pflege wächst besonders kräftig
In der Pflege zeigt sich der Beschäftigungszuwachs besonders deutlich. In Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie ambulanten, stationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen arbeiteten Ende 2024 49.000 oder 3,4 Prozent mehr Pflegekräfte als im Jahr zuvor. Die Zahl der examinierten Pflegekräfte stieg um 25.000 auf rund 1 Million, die der Pflegehelferinnen und Pflegehelfer um 24.000 auf 485.000. Die Bundesagentur für Arbeit zählt für 2025 rund 1,8 Millionen sozialversicherungspflichtig beschäftigte Pflegekräfte, gut 2 Prozent mehr als im Vorjahr, während die Beschäftigung insgesamt stagnierte. Im Zehnjahresvergleich kamen über 320.000 Pflegekräfte hinzu, ein Plus von 22 Prozent gegenüber 13 Prozent bei allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. 734.000 Pflegekräfte arbeiten in Kliniken und Krankenhäusern, 537.000 in der stationären und 306.000 in der ambulanten Pflege. Auch die Bezahlung hat zugelegt: Vollzeitbeschäftigte Pflegekräfte erhielten 2024 ein durchschnittliches Bruttomonatsentgelt von 4.124 Euro, 253 Euro mehr als 2023, und lagen damit 3 Prozent über dem Durchschnitt aller Berufe.
Teilzeit ist verbreitet, der Nachwuchs wächst
Ein großer Teil des Gesundheitspersonals arbeitet nicht in Vollzeit, das zeigt der Abstand zwischen knapp 6,2 Millionen Beschäftigten und gut 4,4 Millionen Vollzeitäquivalenten Ende 2024. Für die Pflege liefert die Bundesagentur für Arbeit genaue Werte: 49 Prozent der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Pflegekräfte arbeiten in Teilzeit, in der Gesamtwirtschaft sind es 31 Prozent. Bei den Frauen in der Pflege liegt die Teilzeitquote bei 53 Prozent, bei den Männern bei 29 Prozent. 81 Prozent der Pflegekräfte sind Frauen, der Männeranteil hat sich in zehn Jahren um 4 Prozentpunkte erhöht. Der Anteil der Pflegekräfte mit ausländischer Staatsangehörigkeit stieg 2025 auf 20 Prozent. Beim Nachwuchs geht die Entwicklung nach oben: 2025 schlossen rund 63.900 Menschen einen neuen Ausbildungsvertrag zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann ab, 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt befanden sich Ende 2025 knapp 157.200 Menschen in dieser Ausbildung. Der Männeranteil bei den neuen Verträgen stieg von 24 Prozent im Jahr 2020 auf rund 29 Prozent.
| Einrichtung | Beschäftigte 2024 | Beschäftigte 2000 |
|---|---|---|
| Krankenhäuser | 1.333.000 | 1.021.000 |
| Stationäre und teilstationäre Pflege | 784.000 | 443.000 |
| Arztpraxen | 736.000 | 586.000 |
| Praxen sonstiger medizinischer Berufe | 579.000 | 246.000 |
| Ambulante Pflege | 444.000 | 185.000 |
Häufige Fragen
Wie viele Menschen arbeiten im deutschen Gesundheitswesen?
Zum Jahresende 2024 waren laut Statistischem Bundesamt knapp 6,2 Millionen Menschen im Gesundheitswesen beschäftigt. Das waren 102.000 oder 1,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Welcher Anteil der Erwerbstätigen arbeitet im Gesundheitssektor?
Nach ersten Berechnungen der Gesundheitsökonomischen Gesamtrechnungen der Länder zählte die Gesundheitswirtschaft 2025 über 6,3 Millionen Erwerbstätige. Das entsprach 13,8 Prozent aller Erwerbstätigen, meldet das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg.
Wo arbeiten die meisten Beschäftigten im Gesundheitswesen?
Krankenhäuser sind mit 1,333 Millionen Beschäftigten Ende 2024 der größte Arbeitgeber, gefolgt von der stationären und teilstationären Pflege mit 784.000 und den Arztpraxen mit 736.000 Beschäftigten. Die Zahlen stammen vom Statistischen Bundesamt.
Wie verbreitet ist Teilzeit in der Pflege?
Laut Bundesagentur für Arbeit arbeiten 49 Prozent der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Pflegekräfte in Teilzeit, in der Gesamtwirtschaft sind es 31 Prozent. Bei Frauen in der Pflege liegt die Quote bei 53 Prozent.
Wie entwickelt sich die Zahl der Auszubildenden in der Pflege?
2025 schlossen laut Statistischem Bundesamt rund 63.900 Menschen einen neuen Ausbildungsvertrag in der Pflege ab, nach 59.400 im Jahr 2024 und 54.400 im Jahr 2023. Insgesamt waren Ende 2025 knapp 157.200 Menschen in der Pflegeausbildung.
Quellen
- Statistisches Bundesamt, 1,7 % mehr Beschäftigte im Gesundheitswesen 2024. destatis.de Abruf 2026-10-27
- Statistisches Bundesamt, Gesundheitspersonal. destatis.de Abruf 2026-10-27
- Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Gesundheitswirtschaft 2025 in Berlin und Brandenburg: Überdurchschnittliches Wachstum. statistik-berlin-brandenburg.de Abruf 2026-10-27
- Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt, Arbeitsmarktsituation in Pflegeberufen. statistik.arbeitsagentur.de Abruf 2026-10-27
- Statistisches Bundesamt, Pflegeausbildung 2025: Zahl neuer Auszubildender zum dritten Mal in Folge gestiegen. destatis.de Abruf 2026-10-27
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